Digitalisierung treibt Kooperation mit Japan voran

(Januar 2018) Die erfolgreiche Vernetzung zwischen japanischen und deutschen Medizintechnikunternehmen stand auch 2017 erneut im Fokus der internationalen Aktivitäten des IVAM Fachverbandes für Mikrotechnik. Das erfolgreiche Kooperationsprojekt zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Firmen aus NRW und der japanischen Präfektur Fukushima wurde weiter vorangetrieben.Zwei „Unternehmertreffen Medizintechnik NRW – Japan“ waren 2017 Treffpunkt für deutsche Medizintechnikunternehmen, die in Japan aktiv sind oder dies künftig beabsichtigen. Im April und August trafen sich mehr als 100 interessierte Unternehmensvertreter aus Nordrhein-Westfalen, um sich über die Themen „Digitalisierung in der Medizintechnik“ (April 2017 bei der ark group in Aachen) und „Robotik in der Medizintechnik“ (August 2017 bei der Cyberdyne Care Robotics GmbH in Bochum) zu informieren. Die Veranstaltungsreihe ermöglicht es Firmenvertretern, ihre Erfahrungen über Geschäfte in Japan auszutauschen und branchenspezifische Aspekte zu diskutieren, und wird von einem breiten Japan-Netzwerk in NRW getragen.

Auf der Medica und Compamed wurden die persönlichen Kontakte zwischen japanischen und deutschen Unternehmen gestärkt. Auch in diesem Jahr fand ein informatives NRW-Japan-Seminar statt, bei dem Firmen aus NRW, Fukushima und Kawasaki vorgestellt wurden. Eine anschließende Netzwerkveranstaltung wurde zur Kontaktanbahnung genutzt. Während der Messelaufzeit wurden zudem mehr als 70 Business-Meetings organisiert, um Geschäftsanbahnungen zwischen Japan und Deutschland anzustoßen. „Alle teilnehmenden Unternehmen waren mit der Qualität der Gespräche sehr zufrieden“, betont Dr. Thomas R. Dietrich, Geschäftsführer des IVAM Fachverband für Mikrotechnik.

Im Nachgang der Messe fanden Delegationsbesuche bei nordrhein-westfälischen Firmen, vornehmlich Startups statt. Die Firmenbesuche zeigten beeindruckend auf, wie interkulturelle Kooperationen neue Denkanstöße liefern: Den japanischen Firmenchefs in dunklen Anzügen standen die Gründer der Startups aus Aachen in T-Shirt und Jeans gegenüber. Vor Ort wurde viel über die Arbeitsweise dieser Startups diskutiert und überlegt, was von dieser neuen „Business-Philosophie“ künftig auch in Japan Einzug halten könnte. Masashiro Itoh, der Koordinator der Präfektur Fukushima für Kooperationen mit NRW, zeigte sich beeindruckt: „Das waren die besten und informativsten Firmenbesuche, die wir jemals in Deutschland hatten.“

Auch die Medizintechnikmesse „Medical Creation Fukushima“, die Ende Oktober in Japan stattgefunden hat, erwies sich als sehr erfolgreich für die angereisten Unternehmen aus NRW. Die Messe wird zunehmend größer und auch internationaler. Beispielsweise war vor Ort zum ersten Mal ein thailändischer Gemeinschaftsstand vertreten. Die japanische Zentralregierung plant im kommenden Jahr auch weitere deutsche Firmen zu fördern, die auf der Medical Creation Fukushima ausstellen wollen. Informationen dazu sind beim IVAM Fachverband für Mikrotechnik erhältlich.

Die Aktivitäten und Veranstaltungen fanden im Rahmen eines Projektes statt, welches von NRW.International beauftragt, vom Wirtschaftsministerium finanziert, von der  IHK zu Düsseldorf als Fachkoordinator betreut und von IVAM im Jahr 2017 durchgeführt wurde.

Quelle Text und Bild: IVAM