Fresenius im Visier des Kartellamtes

Krankenhaus (fb) Das Bundeskartellamt prüft die Pläne des Gesundheitskonzernes Fresenius zur Übernahme der Mehrzahl der Krankenhäuser von Rhön-Klinikum. Darf Fresenius das Rhön-Klinikum mit 43 Krankenhäusern und 15 Versorgungszentren übernehmen? Aus Sicht der Konkurrenten, insbesondere des Rhön-Großaktionärs und Medizintechnik-Konkurrenten B.Braun aus Melsungen, ein unzulässige Übernahme.

 

Kartellamtspräsident Andreas Mundt sagt dazu: „Das Vorhaben stellt das bislang größte Zusammenschlussprojekt im Krankenhausbereich in Deutschland dar“. Daher hat die Behörde ein Hauptprüfverfahren eingeleitet. Bei ihrer Prüfung wollen die Kartellwächter vor allem ein Auge auf regionale Überschneidungen bei der stationären Krankenhausversorgung werfen und die Nachfrage gegenüber den Krankenkassen untersuchen. Die Übernahmepläne werden nun bis Ende Februar durchleuchtet.

Rhön und Fresenius bleiben trotz der Überprüfung durch die Kartellwächter weiter zuversichtlich und sehen den Zeitpunkt für eine Transaktion nicht gefährdet.

 

Zu den Übernahmeplänen:

Fresenius will für gut drei Milliarden Euro Rhön einen Großteil der Krankenhäuser abkaufen und im Verbund mit seiner eigenen Klinik-Tochter Helios einen Krankenhaus-Giganten in Deutschland schaffen. 43 Kliniken und 15 medizinische Versorgungszentren sollen den Besitzer wechseln. Dadurch schrumpft Rhön gemessen am Umsatz um rund zwei Drittel. Das Unternehmen will sich künftig vor allem auf Kliniken konzentrieren, an denen Spitzenmedizin und universitäre Forschung betrieben wird. Die „neue Rhön“ soll dann nur noch aus zehn Kliniken an fünf Standorten mit einem Umsatz von etwa einer Milliarde Euro bestehen.

Quelle: www.tagesschau.de, Handelsblatt