Medizintechnik profitiert von TTIP

Vertreter der USA und der EU reichen sich die Hand(fb-März 2015) Seit 2013 laufen die Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP). Dass die Branche große Hoffnungen daran knüpft, ist hinlänglich bekannt. An konkreten Aussagen, was genau im Bereich der Medizinprodukte zu erwarten ist, mangelt es indes. Doch im Januar dieses Jahres hat die Europäische Kommission im Rahmen ihrer TTIP-Transparenzinitiative die Positionen veröffentlicht, die sie gegenüber den USA vertritt. Worauf sich die Verhandlungsführer letztlich einigen werden, bleibt abzuwarten.

 

Die Medizintechnikunternehmen können sich jedenfalls schon einmal darauf einstellen, dass die Europäische Kommission eine Harmonisierung der Marktzugangsverfahren nicht anstrebt. In der Begründung heißt es, dass sowohl das US-amerikanische als auch das europäische Zulassungssystem bewiesen hätten, dass sie einen hohen Patientenschutz gewährleisten. Stattdessen schlägt die EU nun vor, den Zulassungsprozess zu verschlanken, indem ein gemeinsamer Antrag für die Zulassung eines neuen Medizinproduktes eingeführt wird. Sprich: Hersteller könnten die Produktzulassung in den USA und Europa gleichzeitig beantragen und dann auch gleichzeitig auf beiden Seiten des Atlantiks mit ihren Produkten auf den Markt kommen. Spannend bleibt zudem die Frage, ob das Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada Schule macht und sich mit TTIP auch der US-amerikanische Ausschreibungsmarkt für europäische Unternehmen öffnet. Mehr darüber erfahren Sie in dem Dossier „Medizintechnik profitiert von TTIP“, das auf der Nationalen Informationsplattform Medizintechnik, medizintechnologie.de, erschienen ist.

Quelle Text: Redaktion Nationale Informationsplattform Medizintechnik

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