Merck und GIZ kooperieren in Afrika

Merck_GIZ Kooperation(Mai 2016) Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat am 19. Mai 2016 mit der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die gemeinsame Erklärung adressiert Innovation und Digitalisierung in Afrika und erfolgt zum Abschluss eines dreitägigen Workshops namens „Lab of Tomorrow“ bei Merck in Darmstadt.

 

Dabei arbeiten Unternehmen zusammen mit Experten aus einem Entwicklungsland an Lösungen für ein Problem des Landes. Diese Lösungen sind profitable Geschäftsideen für die Unternehmer, die sich für die Entwicklung des Landes einsetzen wollen.

„Wir wollen gemeinsam die Innovationskraft in Afrika stärken“, sagte Christoph Beier, Vorstandsmitglied der GIZ, am Donnerstag Abend in Darmstadt. „Dazu zählen auch die Durchführung weiterer ‚Labs of Tomorrow‘ im Bereich Pharmazie. Mit deutschen Unternehmen wie Merck lassen sich Entwicklungsziele weltweit noch besser erreichen. Partnerschaften wie diese sind für uns enorm wichtig.“

Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und Chief Administration Officer, sagte anlässlich der Unterzeichnung: „Unser gemeinsames Ziel ist es, mit deutschen und lokalen Partnern an der Entwicklung und Implementierung digitaler Modelle in Afrika zu arbeiten. Wir wollen damit unter anderem erreichen, dass Patienten, Ärzte, medizinische Fachkräfte und Wissenschaftler besser verknüpft und besser mit relevanten Inhalten versorgt werden.“

Der Workshop „Lab of tomorrow“ fand im Innovation Center von Merck in Darmstadt statt. Rund 100 Teilnehmer von 40 Unternehmen und Institutionen trafen sich unter dem Motto „Lab of Tomorrow – smart logistics for medication“, um an verbesserten Logistik-Lösungen für Kenia zu arbeiten. Vertreter u.a. aus der Pharmaindustrie und der Logistik, der Politik, der Entwicklungshilfe und Repräsentanten aus Afrika nahmen teil.

Günter Nooke, Afrikabeauftragter des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin, sagte zum Abschluss der drei Tage in Darmstadt bei Unterzeichnung des Abkommens: „Mit unserer strategischen Partnerschaft für ein digitales Afrika wollen wir deutsche und europäische Unternehmen mit der deutschen Entwicklungspolitik zusammenbringen. Es gibt große Schnittmengen bei den Interessen von uns, den der Unternehmen und der unserer Partnerländer. Gemeinsam kommen wir zu besseren und nachhaltigeren Ergebnissen.“

Das Thema Zugang zu Gesundheit, Gegenstand des unterzeichneten Abkommens mit der GIZ, spielt eine wichtige Rolle für das Unternehmen und ist neben Umwelt und Kultur strategisches Handlungsfeld der unternehmerischen Verantwortung von Merck. Rund einem Drittel aller Menschen ist derzeit ein Zugang zu wirksamer und bezahlbarer Gesundheitsversorgung verwehrt. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) entfallen zwar rund 93% der weltweiten Krankheitslast auf Entwicklungsländer, aber nur 18% des Welteinkommens und 11% der globalen Ausgaben im Gesundheitssektor auf diese Länder. Merck engagiert sich für Bevölkerungsgruppen, die keinen Zugang zu Diagnose- und Behandlungsmethoden oder Präventionsmaßnahmen haben. Unsere Strategie beinhaltet die vier Pfeiler Verfügbarkeit, Bezahlbarkeit, Bewusstsein und Erreichbarkeit. In dem letzten Ranking des internationalen Access to Medicines Index steht Merck auf Platz 6.

Der afrikanische Kontinent ist für Merck von strategischer Bedeutung. Erst im November 2015 besuchte die gesamte Geschäftsleitung in verschiedenen Reiserouten unabhängig voneinander 10 verschiedene Länder des Kontinentes. Am Ende traf die Geschäftsleitung in Johannesburg, Südafrika, zusammen, tauschte Erfahrungen aus und gab die Richtung nach vorne vor: Merck setzt auf das Wachstumspotenzial Afrikas und plant, den Umsatz in diesem Kontinent bis zum Jahr 2020 auf 500 Mio € zu erhöhen.

 

Über Merck

Merck ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Rund 50.000 Mitarbeiter arbeiten daran, Technologien weiterzuentwickeln, die das Leben bereichern – von biopharmazeutischen Therapien zur Behandlung von Krebs oder Multipler Sklerose über wegweisende Systeme für die wissenschaftliche Forschung und Produktion bis hin zu Flüssigkristallen für Smartphones oder LCD-Fernseher. 2015 erwirtschaftete Merck in 66 Ländern einen Umsatz von 12,85 Milliarden Euro.

Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Die Gründerfamilie ist bis heute Mehrheitseigentümerin des börsennotierten Konzerns. Merck mit Sitz in Darmstadt besitzt die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Einzige Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo das Unternehmen als EMD Serono, MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftritt.

 

Quelle Text/Bild: Merck KGaA