Münchner Wissenschaftler mit Heinrich-Dräger-Preis 2015 geehrt

Heinrich-Dräger-Preis 2015_DAC15_CT7539 Kopie(fb-Mai 2015) Priv.-Doz. Dr. med. Dipl.-Phys. Johannes Tschöp, Klinikum Innenstadt der Ludwig-Maximilians-Universität München, erhält in diesem Jahr den mit 2.500 Euro dotierten Heinrich-Dräger-Preis für seine Forschungsarbeit über die Auswirkungen von Leptin in der Sepsistherapie. Prof. Dr. Thea Koch, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) und Christian Riep, Leiter Vertrieb und Service im Bereich Krankenhaus bei Dräger, überreichten den von Dräger gestifteten Preis auf dem Deutschen Anästhesiecongress (DAC) in Düsseldorf.

 

Priv.-Doz. Dr. Tschöp hatte mit einem Forscherteam anhand einesTiermodells den Einfluß des körpereigenen Hormons Leptin auf den Verlauf der Immunantwort und die Organschädigungen in der Sepsis untersucht. Eine Adipositas-bedingte Hyperleptinämie bei fettleibigen Mäusen war assoziiert mit einer Stabilisierung der Körpertemperatur, Verbesserung der primären zellulären Abwehrreaktion in Kombination mit einer verminderten sekundären Hyperinflammationsreaktion im Vergleich zu normalgewichtigen Mäusen. Die Untersuchung zeigte auch, dass bei der normalgewichtigen Kontrollgruppe durch eine Leptin-Substitution in der Sepsis die Körpertemperatur stabilisiert, die Zytokinantwort reduziert und die Zellantwort verbessert werden konnte. Die Wissenschaftler schlossen aus diesen Erkenntnissen auf eine regulierende Wirkung von Leptin bei einer Sepsis. „Eine Behandlung mit Leptin, vor allem bei Patienten mit relativer Hypoleptinämie, bietet somit einen vielversprechenden neuen Ansatz für eine Sepsistherapie“, resümiert Priv.- Doz. Dr. Tschöp. Die Arbeit „Obesity-induced Hyperleptinemia Improves Survival and Immune Response in a Murine Model of Sepsis“ wurde in der Fachzeitschrift Anesthesiology* veröffentlicht.

 

Zum Heinrich-Dräger-Preis für Intensivmedizin

Die DGAI verleiht den Heinrich-Dräger-Preis für Intensivmedizin seit 2004 für herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Intensivmedizin. Die Forschungsergebnisse sollen zu neuen therapeutischen Ansätzen führen. Die Namensgebung des Preises geht zurück auf den Firmengründer Johann Heinrich Dräger. Mit ihm begann 1889 die Erfolgsgeschichte des Unternehmens.

 

Quelle Text: Drägerwerk AG & Co. KGaA

Quelle Bild: DGAI

Bildunterschrift: Prof. Dr. Thea Koch, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) (links) und Christian Riep, Leiter Vertrieb und Service im Bereich Krankenhaus bei Dräger (rechts) überreichten den Heinrich-Dräger-Preis 2015 an Priv.-Doz. Dr. med. Dipl.-Phys. Johannes Tschöp, Klinikum Innenstadt der Ludwig-Maximilians-Universität München (Bildmitte).