Online: Nationale Informationsplattform Medizintechnik

Bildschirmfoto 2014-12-02 um 14.13.24(fb-Dezember 2014) Die Nationale Informationsplattform Medizintechnik ist Online. Die Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zum Aufbau dieser Plattform, unter der redaktionellen Führung der VDI Technologiezentrum GmbH, ist ein Ergebnis aus dem Nationalen Strategieprozess „Innovation in der Medizintechnik“.

 

Nationale Informationsplattform Medizintechnik als Angebot

Die Nationale Informationsplattform Medizintechnik stellt ein Angebot von Seiten der Innovationspolitik an alle Akteure dar, um die zahlreichen Informationsdefizite rund um das Thema Medizintechnik zu verringern und die Akteure besser zu vernetzen. Die Plattform tritt hierbei als neutrales Medium auf und dient als Vermittler von spezifischem Wissen.

 

Zusammenarbeit mit weiteren Stellen der öffentlichen Hand

Darüber hinaus zielt die Plattform darauf ab, strukturiert Erstinformationen über die Angebote, Aufgaben und Rahmensetzungen seitens der öffentlichen Hand in der Medizintechnik zu bieten. Hierfür wird die Geschäftsstelle schrittweise definierte Schnittstellen zum Online-Angebot relevanter Behörden des BMG, Organen der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen sowie den von BMBF und BMWi beauftragten Institutionen in der Forschungs-, Innovations- und Exportförderung aufbauen. Die Geschäftsstelle Nationaler Strategieprozess steht als Betreiber der Plattform hierfür im regen Informationsaustausch mit den dortigen Ansprechpartnern. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen findet nicht nur im Bereich dieses Webportals statt. Sie erstreckt sich zugleich auf eine gemeinsame Präsenz auf relevanten Branchenmessen (wie z.B. der MEDICA 2013 und MEDICA 2014).

 

Nationale Informationsplattform Medizintechnik – Ziel und Perspektiven

Für alle Innovatoren, insbesondere aber kleine und mittlere Unternehmen (KMU) soll die Nationale Informationsplattform eine erste Anlaufstelle in Sachen Innovationsplanung werden. Daher werden die relevanten Informationen entlang des gesamten Innovationsprozesses strukturiert anboten, abgestimmt auf die Herausforderungen der Phasen Forschung, Entwicklung, Zertifizierung, Erstattung und Markt. Um den vielfältigen Anforderungen hinsichtlich Funktionalität und Nutzergruppen zu genügen, werden die grundlegenden Funktionseinheiten (Informationsdienst einschließlich Akteursdatenbank und Lotsendienst) eng miteinander verzahnt. Ein strukturiertes und generalisiertes Schlagwortkonzept nutzt die Möglichkeiten einer kontextsensitiven Verknüpfung von Inhalten über die Grenzen aller Formate hinweg.

 

Informationsdienst

Der Informationsdienst dient als „Knowledge Service“, der Wissen zu relevanten Themen aus verschiedenen Formaten heraus bündelt und qualitätsgesichert durch Nachrichten, Trendberichte und Themendossiers verständlich darstellt. Darüber hinaus sind dort Veranstaltungsangebote und Weiterbildungsmöglichkeiten zu finden.

Nachrichten und Newsletter sollen sowohl Innovatoren als auch die interessierte Öffentlichkeit ausgewogen informieren. Sie sollen möglichst einen direkten Bezug zum Thema Innovation oder zum Innovationsumfeld haben. Themendossiers sollen den grundlegenden Wandel im Bereich der Medizintechnik vorzeichnen, von einem technologie- zu einem bedarfs- und damit nachfragegetriebenen System, bei gleichzeitig zunehmender Regulierung.

 

Akteursdatenbank

Die Akteursdatenbank dient der erforderlichen besseren Vernetzung von Unternehmen mit Unternehmen, aber auch mit medizinischen und pflegerischen Leistungserbringern sowie Forschern. Das Konzept sieht daher einen umfangreichen Ausbau der Akteursdatenbank vor, der neben Herstellern auch Zulieferer, Technologieanbieter und Dienstleister sowie alle weiteren relevanten Akteursgruppen von den wissenschaftlichen Einrichtungen bis hin zu den Überwachungsbehörden umfasst. In die Akteursdatenbank sind umfangreiche Suchfunktionen integriert, welche für detaillierte Recherchen nach Akteuren mit besonderen Kombinationen von Merkmalen geeignet ist.

 

Lotsendienst

Als dritte Funktionseinheit ist zukünftig ein „Medizinprodukte-Lotsendienst für Innovatoren“ geplant, der das Kernelement der Nationalen Informationsplattform Medizintechnik darstellt. Der Lotsendienst dient hierbei als Verbindungsglied zwischen Informationsdienst und Akteursdatenbank und wird in Abstimmung mit den relevanten Behörden des öffentlichen Bereichs entwickelt. Er greift zentral die im Rahmen des Strategieprozesses artikulierten Informationsdefizite auf und übersetzt diese in geeignete online-basierte Module zur Optimierung von Innovationsprozessen.

Weitere Informationen über den Nationalen Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ erhalten Sie bei der Geschäftsstelle angesiedelt an der VDI Technologiezentrum GmbH am Standort Berlin oder unter www.strategieprozess-medizintechnik.de. Dort findet sich auch der Schlussbericht zum Nationalen Strategieprozess.

 

Quelle Text/Bild: BMBF, VDI Technologiezentrum GmbH