Philips: Probleme bei Medizintechnik-Sparte

Probleme Medizintechnik(fb-September 2014) Nach Gewinnwarnungen für das zweite Halbjahr 2014 rechnet der niederländische Elektronikkonzern Philips nicht mehr damit, seine Gewinnziele für 2014 zu erreichen. Ein Grund dafür ist ein Produktionsstillstand in einem großen US-Werk der Medizintechnik-Sparte. Noch Ende Juli hatte der Philips-Konzernchef Frans van Houten angekündigt, dass die Produktion nach Untersuchungen der US-Gesundheitsbehörde FDA wieder anlaufen soll.

 

Nachdem die Sparte für Medizintechnik schon im ersten Halbjahr den Vorgaben hinterhergelaufen war, hatte van Houten den Geschäftsbereich umgekrempelt. Spartenchefin Deborah DiSanzo verließ das Unternehmen nach zwei Jahren und bekam keinen Nachfolger. Stattdessen sollten die Geschäftsfelder direkt an den Konzernchef berichten.

Der Leerlauf in dem US-Werk mit tausenden Mitarbeitern hatte Philips bereits viel Geld gekostet. Der Produktionsstillstand schlägt jetzt schon mit über 100 Millionen Euro zu Buche.

Nach dem Konzernumbau steht die Medizintechnik-Sparte für mehr als 40 Prozent des Gesamtumsatzes. Nachhaltige Probleme belasten daher umso mehr die Gesamtbilanz des Konzerns.

Quelle Text: Aktiencheck.de, Wirtschaftswoche

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