Projekt „Kinder-MRT“ am Klinikum Dortmund

AdventureSeries-PETCT-Group(fb-September 2014) Das Klinikum Dortmund gGmbH ist Teilnehmer eines internationalen Pilotprojektes zur stressreduzierten radiologischen Diagnostik von Kindern und Jugendlichen. Das Projekt „Kinder-MRT“ soll mit einer innovativen lärmreduzierten MR-Technik, eingebettet in ein kindgerechtes Setting und Untersuchungsabläufe eine angstreduzierte und belastungsarme radiologische Diagnostik von Kindern und Jugendlichen ermöglichen. Es handelt sich um ein in Europa einzigartiges Pilotprojekt, das verschiedene Aspekte in der MR-Diagnostik zu einem ganzheitlichen Konzept integriert.

 

Es wird einen Innovationsschub in der radiologischen, speziell kinderradiologischen Diagnostik auslösen. Hiervon werden in besonderer Weise schwer akut oder chronisch erkrankte Kinder und Jugendliche profitieren, so zum Beispiel Kinder mit Krebserkrankungen oder neurologischen Krankheitsbildern. Für diese ist die MRT-Diagnostik unerlässlich und kommt besonders häufig zum Einsatz.

Der Status quo bedeutet für Kinder und Jugendliche eine körperlich und psychisch extrem belastende Untersuchungssituation; dieses gilt in ähnlicher Weise für chronisch kranke erwachsene Patienten, z.B. solche mit Tumorerkrankungen. Die psychische Belastung beginnt bei Ankündigung der Untersuchung aufgrund der für Kinder unklaren bzw. nicht vorstellbaren Untersuchungssituation. Dieser psychische Stress wird durch die Größe des Gerätes, welches den Untersuchungsraum dominiert, die Enge der Untersuchungsröhre und die z.T. extrem lauten Untersuchungssequenzen verstärkt. Nicht zu wissen, was in dieser engen „Röhre“ passiert, keine oder eine nur unzureichende zeitliche Vorstellung zu haben, die Diagnostik alleine ertragen zu müssen – all das sind psychisch extrem belastende Faktoren.

Hinzu kommt, dass es besonders für junge Kinder sehr schwierig ist, über einen langen Zeitraum bewegungsfrei still zu liegen und die Aufmerksamkeit über eine lange Zeitspanne zu halten. Darüber hinaus lösen laute, nicht vorhersehbare, unregelmäßige und unvertraute Geräusche große Ängste aus, die durch Erschütterungen des Gerätes zusätzlich verstärkt werden. Häufig muss die Diagnostik abgebrochen werden, da Patienten bei aller Anstrengung die Untersuchung nicht schaffen.

Um verwertbare Aufnahmen zu generieren, ist daher eine Untersuchung in tiefer Sedierung oder Narkose gängige Praxis; dieses trifft in Abhängigkeit von individuellen Faktoren (familiärer Support, Compliance, Erfahrung) für Kinder bis zum höheren Grundschulalter zu; eine Altersspanne, in der Krebserkrankungen besonders häufig auftreten. Somit tritt zur psychischen die körperliche Belastung.

Das Projekt „Kinder-MRT“ setzt hier an und beschreitet einen absolut neuen und innovativen Weg. Am Anfang steht eine professionell durch Pädagogen, Therapeuten oder Psychologen begleitete Vorbereitung mit Hilfe eines Modell-MRT, in dem die geplante MRT-Untersuchung „geübt“ werden kann. Die Kinder können sich so an die Größe des Gerätes und das Stillliegen in der Röhre gewöhnen. Das Gerät kann aktiv erkundet werden, und es kann aktiv eine erste Vorstellung davon entwickelt werden, wie die tatsächliche Untersuchung aussehen wird. Der eigentliche MRT-Raum sowie das Gerät selbst werden durch Projektionen in eine szenisch gestaltete Erlebniswelt getaucht. Diese Projektionen variieren alters- und geschlechtsspezifisch und können vom Patienten selbst gewählt werden. Hierdurch gewinnt das Kind die Autonomie über die Untersuchung und wird vom passiven Untersuchungsobjekt zum aktiven Teil des Untersuchungsteams. Zudem wird die Aufmerksamkeit des Kindes bereits stark fokussiert und abgelenkt von der Diagnostik.

Eine entscheidende weitere technische Neuerung sind sog. Flüsterfrequenzen, die zuvor extrem laute Geräusche in ein leises Grundrauschen von Gesprächslautstärke verwandeln. Mit einer Gentry (Öffnung) von >70 cm besteht die Möglichkeit, dass ein Elternteil während der Untersuchung neben dem Kind liegt; das Gerät wird als weniger beengend wahrgenommen. Das Kind begibt sich somit in eine Erlebniswelt, die optimal von der Prozedur der Diagnostik ablenkt.

Ziel der geplanten Investition ist letztlich die Etablierung eines ganzheitlichen Konzeptes, das den Kindern und ihren Familien eine stressfreie Untersuchung bei gleichzeitig deutlich schnellerer und besserer Diagnostik erlauben wird.

 

Das Westfälische Kinderzentrum Dortmund

Das Westfälische Kinderzentrum gehört zu den leistungsstärksten Gesundheitszentren für Kinder und Jugendliche in Deutschland; nach dem Olga-Kinderspital in Stuttgart ist es das größte Zentrum in kommunaler Trägerschaft. In Dortmund werden jährlich über 9000 (Kinder- und Jugendmedizin 6500, Kinderchirurgie 2500 sowie zusätzlich Kinder-HNO und Kinder-Orthopädie) stationäre und über 40.000 ambulante Fälle behandelt. Mit Ausnahme der Kinder-Herzchirurgie, der Kinder-Dialyse und der Transplantationsmedizin werden alle relevanten Behandlungsangebote für kranke Kinder und Jugendliche vorgehalten. Aufgrund der breit und kompetent aufgestellten, eng vernetzten interdisziplinären Versorgungsstrukturen kann allen Kindern und Jugendlichen mit schweren akuten oder chronischen Erkrankungen am Westfälischen Kinderzentrum eine hervorragende Behandlung angeboten werden.

 

Kinderradiologie (der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie) am Westfälischen Kinderzentrum Dortmund

Die Klinik für Radiologie und Neuroradiologie am Klinikum Dortmund versorgt das Klinikum an drei Standorten mit allen diagnostischen und interventionellen Leistungen. Die Schwerpunkte Kinderradiologie und Neuroradiologie sowie die Abteilung für Nuklearmedizin sind in die Klinik integriert. Jährlich fallen etwa 220.000 radiologische Untersuchungen und 1100 Interventionen an.

Am Westfälischen Kinderzentrum betreibt die Radiologische Klinik eine eigenständige Kinderradiologie. Hier arbeitet ein Team von spezialisierten und erfahrenen Kinderradiologen eng mit den Kinderärzten und –chirurgen zusammen. Täglich werden die Röntgen- und MRT-Untersuchungen der Patienten im Rahmen von Fallkonferenzen besprochen und das diagnostische und therapeutische Vorgehen interdisziplinär abgestimmt.

 

MRT Diagnostik in Dortmund – Status quo

In Dortmund werden jährlich insgesamt über 1000 MRT Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Dabei entfallen gut 400 Untersuchungen auf Kinder mit onkologischen Erkrankungen bzw. auf Kinder, bei denen onkologische Diagnosen ausgeschlossen werden müssen. Der zweitgrößte Anteil der MRT Untersuchungen entfällt auf Kinder mit neuropädiatrischen Fragestellungen. Derzeit werden diese Untersuchungen am Klinikum Dortmund alle auf einem einzigen Gerät durchgeführt. Hierdurch kommt es zu erheblichen Wartezeiten, die für Kinder mit Bedarf einer Untersuchung in Narkose derzeit bis zu sechs Wochen betragen. Daher müssen in signifikantem Umfang Kinder in radiologischen Praxen untersucht werden. Dort können die Untersuchungen aber nicht unter unmittelbarer kinderradiologischer Supervision erfolgen; daher sind die Untersuchungen teilweise unvollständig oder nicht optimal auf die spezielle pädiatrische oder kinderchirurgische Fragestellung ausgerichtet.

Der entscheidende Nachteil der MRT Diagnostik „im konventionellen Setting“ liegt aber in den Untersuchungsbedingungen und dem –ablauf. Die Kinder müssen z.T. eine halbe Stunde oder länger, regungslos alleine in einer sehr engen, dunklen Röhre von 55-60 cm Durchmesser liegen. Für Untersuchungen des Gehirns müssen sie den Kopf in eine Helmspule legen, für Untersuchungen am Körper wird eine schwere Spule auf dem Körper angeschnallt. Während der Untersuchung sind die Kinder einer hohen Lärmbelastung durch teils überraschende, knallende Laute ausgesetzt, die zudem mit Erschütterungen der Liege einhergehen. Dieser Untersuchungsablauf ist dermaßen furchteinflößend, dass es kleineren Kindern, oft bis in das Schulalter hinein, selbst bei Vorbereitung und ansonsten guter Compliance, unmöglich ist, diese Untersuchung ohne Sedierung oder Narkose durchzuführen zu lassen.

Die enorme Lärmbelastung verhindert zudem, dass MRT Untersuchungen bei Säuglingen ohne Narkose durchgeführt werden können, da diese selbst bei Ausnutzung des altersentsprechend hohen Schlafbedürfnisses aufgrund des Lärmes und der Erschütterungen wach werden, während andere, weniger belastende Untersuchungen selbst bei längerer Untersuchungsdauer problemlos verschlafen werden.

An dieser Stelle soll das hier beantragte Projekt ansetzen und den Kinder in Zukunft eine stressfreie, da spielerische Untersuchung der Kinder ermöglichen.

 

Ziele des Vorhabens

Ziel des Projektes „Kinder-MRT“ ist die Einrichtung eines speziellen MRT-Gerätes am Standort Mitte der Klinikums Dortmund gGmbH, mit welchem Kinder und Jugendliche unter möglichst angenehmen, stressfreien Bedingungen untersucht werden können. Bei der Gestaltung des kindgerechten MRT wird zwischen technischen und baulich/gestalterischen Elementen unterschieden.

Technisch soll das Kinder-MRT neben einer möglichst großen Bohrung (>70 cm) mit modernen, leisen Untersuchungsprotokollen ausgestattet sein (sogenannte „Flüstersequenzen“). Die beängstigenden, lauten Geräusche bei herkömmlichen MRT-Untersuchungen entfallen somit, die Untersuchung wird von den Patienten, aber auch von ihren Eltern, als weniger beängstigend und traumatisierend wahrgenommen. Die genannten Sequenzen sind erst kürzlich von verschiedenen Herstellern entwickelt worden, sie vermindern die Geräuschentwicklung bei den teilweise sehr lauten (EPI-) Sequenzen um mehr als 60%. Denkbar ist, dass hierdurch auch Säuglinge und Kleinkinder ohne Narkose während der physiologischen Schlafphasen untersucht werden können. Die große Bohrung soll die Untersuchung eines Kindes im Beisein eines Elternteils ermöglichen, der sich mit dem Kind in die MRT-Röhre legen und somit zur Beruhigung des Kindes wesentlich beitragen kann.

Die baulichen und gestalterischen Maßnahmen betreffen zum einen Farb- und Lichtkonzepte, die eine ruhige und entspannte Atmosphäre bewirken und die Untersuchung in eine Erlebniswelt einbetten. So kann beispielsweise durch indirektes Licht und eine ruhige Farbgestaltung die Aufmerksamkeit des Kindes von den technischen Geräten auf Motive, Bilder oder auch Videos gelenkt werden, die über spezielle Projektionssysteme sowohl in dem Vorbereitungsraum, als auch in dem eigentlichen Untersuchungsraum zur Darstellung kommen. Hierbei kann das Kind mit seiner Umgebung interagieren, beispielsweise durch die Möglichkeit bestimmte Farben, Bilder oder Filme/Musik selbstständig über touch-screen auszuwählen und diese während der Untersuchung zu hören oder zur sehen. Idealerweise werden diese Motive bereits in dem Vorbereitungsraum ausgewählt und mit dem Kind besprochen und können dann während der eigentlichen Untersuchung aufgegriffen werden. Motive können somit auch alter- uns geschlechtsspezifisch variiert werden. Eine weitere Möglichkeit der Angstreduktion ist durch ein MRT-Modell im Vorbereitungsraum gegeben, bei dem sich das Kind bereits spielerisch und mit Betreuung des psychosozialen Team der Kinderonkologie mit der bevorstehenden Untersuchung und dem Gerät auseinandersetzen kann.

Zusammenfassend soll durch das Zusammenspiel von technischen, baulichen und gestalterischen Elementen eine beruhigende und angstfreie Atmosphäre für Kinder entstehen, die im Idealfall eine zusätzliche Sedierung oder gar eine Narkose überflüssig macht. Hierbei soll das Kind gezielt in die Interaktion mit der bevorstehenden Untersuchung einbezogen werden.

 

Arbeitsprogramm/Konzept

Das Kinder-MRT soll in den bereits bestehenden MRT-Bereich der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie integriert werden. Derzeit wird am Standort Mitte des Klinikums Dortmund ein 3-Tesla-MRT betrieben, an dem alle Untersuchungen der stationären und ambulanten Patienten des Klinikums durchgeführt werden. Die Untersuchung der pädiatrischen Patienten erfolgt derzeit ganztägig an einem Wochentag, diese Untersuchungen werden überwiegend in Vollnarkose durchgeführt. Weitere Untersuchungen werden in Absprache mit den zuweisenden Kinderärzten/ -chirurgen und anhand von Priorisierungslisten aufgrund der medizinischen Indikation angeboten.

Der MRT-Bereich befindet sich – wie alle diagnostischen Großgeräte des Klinikums am Standort Mitte – im 2012 fertig gestellten zentralen Operations- und Funktionszentrum (ZOPF). Bei der Planung der Radiologischen Klinik ist bereits die Möglichkeit zur Anschaffung eines weiteren MRT berücksichtigt: dem bestehenden MRT steht spiegelbildlich ein Raum gegenüber, in den ein weiteres Gerät installiert werden kann. Durch eine Erweiterung der Vorbereitungsräume soll ein spezieller Vorbereitungsraum für das Kinder-MRT geschaffen werden. Durch die räumliche Nähe mit dem bestehenden MRT (sog. „back-to-back“-Anordnung) werden die personellen Ressourcen der Radiologie sowie die technischen Anforderungen an Klimatechnik, Nachrichtentechnik, Heizung und Gasversorgung etc. synergistisch genutzt.

Für die Einrichtung der Video Installationen im Untersuchungsraum konnten wir Prof. Adolf Winkelmann (www.winkelmann-film.de) gewinnen. Adolf Winkelmann ist Filmregisseur, Filmproduzent und Professor für Film-Design (Konzeption und Entwurf) im Fachbereich Design an der Fachhochschule Dortmund. Seine Kino- und Fernsehfilme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Im Rahmen des Projekts RUHR.2010 hat Winkelmann eine Videoinstallation am Gebäude Dortmunder U entworfen und umgesetzt.

Weitere Kooperationen bestehen mit dem Ann and Robert H. Lurie Childrens Hospital Chicago (früher: Childrens Memorial,www.luriechildrens.org): An dieser Klinik sind im Rahmen des Neubaus 2012 mehrere MRT Installationen in einem kindgerechten Untersuchungssetting realisiert worden. Vertreter der Arbeitsgruppe haben die Klinik Ende 2012 besucht. Bei einigen Geräten ist bereits die auch in Dortmund avisierte Lösung mit einer Bildprojektion in den Raum teilweise realisiert worden, so dass diese Ansätze übertragen worden sind. Die Projektion schließt aber das Gerät nicht mit ein; dieses ist mit einer Folie fix beklebt, so dass einer Variation zwischen verschiedenen Installationen nicht möglich ist.

Darüber hinaus wird in Dortmund unmittelbar angrenzend an den pädagogischen Bereich der Kinderklinik („Spieleinsel“) ein eigener MRT-Übungsraum installiert. In diesem Raum wird ein Nachbau des MRT Modells (etwa im Maßstab 1:1) „als Hülse“ eingerichtet, und der Raum wird analog zu dem eigentlichen Untersuchungsraum gestaltet. In Begleitung der Pädagogen, Therapeuten oder Psychologen (z.B. in der Kinderonkologie) können die Kinder und ihre Eltern dann aktiv das MRT erkunden, die verschiedenen Positionen üben, „Helme“ und Spulen testen und sich mit Hilfe einer Klangeinspielung an die Geräusche der Untersuchung gewöhnen. Eine auf der letztjährigen kinderradiologischen Fachtagung vorgestellte Untersuchung der Arbeitsgruppe von CM Heyer in Bochum hat gezeigt, dass eine rein passive Vorbereitung mit Vorspielen von Comics nicht ausreicht, um den Kindern eine angstfreie Untersuchung zu ermöglichen. Es ist zu erwarten, dass durch die spielerische Vorbereitung unter aktiver Einbindung der Kinder diese Ängste tiefer greifend abgebaut werden können.

Somit wird der gesamte Untersuchungsgang beginnend von der Planung der Untersuchung, der unmittelbaren Vorbereitung des Kindes und der Familie bis hin zur konkreten Durchführung grundlegend neu konzipiert und aus den Augen der Kinder gestaltet. Die Untersuchung soll nicht als Belastung sondern als Herausforderung oder Abenteuer empfunden werden. Die spielerische Entlastung der Kinder, aber auch ihrer Eltern ist besonders in der kritischen Phase der Initialdiagnostik einer Tumorerkrankung oder der diagnostischen Abklärung einer chronischen Erkrankung entscheidend. Bei krebskranken Kindern stärkt sie das Vertrauen der Familie in eine kindorientierte kinderonkologische Behandlung, dadurch die Compliance der Kinder und festigt somit den möglichen Behandlungserfolg.

Ein derartiges Untersuchungskonzept ist hinsichtlich des gesamten Untersuchungsganges und der räumlich technischen Ausstattung in Deutschland nicht realisiert, nach Angaben der verschiedenen Anbieter und Kenntnis der Antragsteller bislang auch in keinem anderen europäischen kinderonkologischen Zentrum. In Ansätzen sind vergleichbare Konzepte an dem 2012 in Betrieb genommenen Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital of Chicago pilotisiert worden. Somit wird hier ein höchst innovatives Projekt vorangebracht, das national und international richtungsweisend für eine Neukonzeption einer kind- und familienorientierten radiologischen Diagnostik bei krebskranken Kindern werden kann.

 

Wissenschaftliche Begleitstudie

Mit der Realisierung dieses Projektes wird eine grundlegende Neuausrichtung und Neukonzeption der MRT Diagnostik bei Kindern erreicht. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen werden im Rahmen einer klinisch-radiologischen Studie (Zeitraum bis Ende 2015) evaluiert, die in eine medizinische Promotionsarbeit und eine begleitende Publikation in einem pädiatrischen und einem radiologischen Journal einmünden soll. Diese Studie erfolgt in Kooperation mit der Kinderradiologie an der Universitätsklinik Düsseldorf . Die Studie setzt Methoden der Patienten-und Elternbefragung ein und fokussiert sich im Wesentlichen auf vier spezifische Aspekte:

 

Fundraising-Konzept und Öffentlichkeitsarbeit

Zur Finanzierung des Projektes „Kinder-MRT“ sind Drittmittel von entscheidender Bedeutung. Zu deren Einwerbung wurde ein weites Netzwerk von Spendern, Ehrenamtlern und Multiplikatoren aufgebaut. Zahlreiche Medien aus den Bereichen Print, online, TV und Hörfunk berichten kontinuierlich auf kommunaler und regionaler Ebene. Hierüber gelang es – neben der gewünschten Spendeneinwerbung – parallel, eine breite Öffentlichkeit über diese Möglichkeit innovativer radiologischer Diagnostik zu informieren. Als Beispiel verweisen wir auf den Bericht von SAT1 (http://www.youtube.com/watch?v=rBUPIee_GJg&feature=youtu.be) sowie eine Reportage des WDR, abrufbar unter: http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-dortmund/lokalzeitklinik/videosanftemedizindasmrtfuerkinder100.html. Weitere Spender werden über die Informationen, die auf der Klinikum-Homepage (www.klinikumdo.de) zur Verfügung stehen, erreicht. Durch die Einwerbung verschiedenster Sach- und Zeitspenden, sowie die Durchführung von Spendenaktionen konnten sowohl Mittel (Spezifizierung s.u.) eingeworben als auch weitere Spender attrahiert werden. Beispielhaft sind die kontinuierlich durchgeführten Spendenaktionen der Auszubildenen des Klinikums Dortmund. Durch den Verkauf von gespendeten Büchern, Backaktionen und den Verkauf von Merchandising-Artikel wird zudem das hohe Engagement des eigenen Hauses für das Kinder-MRT deutlich. Dieses Engagement wird durch den ehrenamtlichen Einsatz vieler weiterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergänzt. Viele Menschen in Dortmund und der Region beweisen durch ihr Engagement ein hohes Interesse an der Realisierung des Projektes. Die Möglichkeit das Konzerthaus Dortmund als Ort für eine Benefizauktion nutzen zu dürfen, die Auktionierung eines BVB-Strandkorbes durch den BVB-Stadionsprecher, die Übernahme der Schirmherrschaft durch den Trainer des BVB, Jürgen Klopp verdeutlichen das außerordentlich hohe zivilgesellschaftliche Engagement der Menschen, einer Stadt und deren prominentesten, populärsten Einwohner. Dieses Engagement reicht bis zur kostenfreien Drucklegung der entsprechenden Informationsplakate.

Das Kinder-MRT wird über eine Finanzierung aus verschiedenen Quellen, Fördermitteln, Spenden sowie Eigenmitteln realisiert.

 

Kooperation mit externen Partnern

Für die erfolgreiche Realisation dieses Projektes sind zahlreiche Kooperationen zu internen und externen Partnern geknüpft worden. Innerhalb der Kliniken und Abteilungen am Klinikum Dortmund ist das Projekt eng abgestimmt. Das Untersuchungsprogramm für das Kinder-MRT fügt sich stimmig in das Portfolio der Untersuchungstechniken an der Klinik für Radiologie ein.

 

Fördervereine

 

Niedergelassene Kinder- und Jugendärzte

Am Westfälischen Kinderzentrum besteht eine sehr enge Vernetzung mit den niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten, die z.B. in der Nutzung einer gemeinsamen KV Notfallsprechstunde in der Kinderklinik ihren Ausdruck findet. Die niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte unterstützen dieses Projekt daher und begrüßen die Möglichkeit, kinderradiologische Diagnostik auf einem neuen Standard anzubieten.

Aktuell (Stand August 2014) stehen dem Projekt Spenden in Höhe von rund 1.1 Mio Euro zur Verfügung. Wir hoffen, noch in diesem Jahr weitere Spenden in Höhe von rund 500 000 Euro generieren zu können, um das Projekt Anfang 2015 realisieren zu können. Viele engagierte Spender – wie bspw. der Fachverband Krankenhaustechnik – unterstützen unsere Bemühungen über Spenden und durch Bekanntmachung des Projektes. Und was kann wertvoller sein als überzeugte Spender, denen es immer wieder möglich sein wird, Menschen zu motivieren, sich für dieses zutiefst sinnvolle Vorhaben einzusetzen?

 

Ansprechpartner zum Projekt:

Dr. Martina Klein

Klinikum Dortmund gGmbH

Beurhausstraße 40, 44137 Dortmund

Tel: 0231-95321270 oder 0174 1972140

martina.klein@klinikumdo.de

Spendenkonto (Zuwendungsbescheinigung können ausgestellt werden)

Klinikum Dortmund gGmbH

Sparkasse Dortmund

BIC: DORTDE33XXX

IBAN: DE08440501990001237799

 

Quelle Text: Klinikum Dortmund gGmbH, Dr.Martina Klein

Quelle Bild: GE Healthcare – Bild ist beispielhaft