Spezielle Patientenkleidung für Dialyse-Patienten

krankenhaus dialyse(Januar 2016) Die gut 80.000 Dialyse-Patienten in Deutschland wird es freuen: Eine Krankenschwester aus Rostock hat medizinische Funktionswäsche entwickelt, in denen sich Dialyse-Patienten während der Stunden dauernden Anwendung wohler fühlen und nicht frieren. Die Idee dazu kam der 27-jährigen Fanny Fatteicher während ihrer aktiven Zeit als Krankenschwester im Dialysezentrum Rostock. Da Arme und der Brustbereich bei der Dialyse immer frei bleiben müssen, hilft momentan meist nur ein Handtuch oder Decke um die Patienten in der fünfstündigen Behandlungsdauer zu wärmen.

 

Eine spezielle Funktionskleidung, die den Ansprüchen des Krankenhaus Personals und der Patienten genügen muss, wurde noch von keinem Textilhersteller bisher angeboten. Fanny Fatteicher legte hier für sich selbst einen hohen Maßstab an: „Es sollte unbedingt schadstofffreier Stoff sein. Denn viele Patienten leiden zusätzlich unter Allergien, haben empfindliche Haut. Ich wollte auch unbedingt einen dehnbaren Baumwollstoff mit Elasthananteil, damit nichts eingezwängt wird und man sich während der Dialyse bequem bewegen kann.“ Nach dem Entwurf der ersten Muster hat sich die engagierte Krankenschwester ihre Entwürfe patentieren lassen und sucht nun den Gang zu Kostenträgern und Dialysezentren, um ihre Idee zu präsentieren. „Mein Ziel ist es, dass meine medizinische Funktionswäsche als Hilfsmittel von den Kassen zugelassen wird. Denn ich weiß, dass viele Patienten die 50 bis 80 Euro für so ein Oberteil nicht haben“, so Frau Fatteichers. Auf der Crowdfunding Seite „Startnext“ sucht Fanny Fatteichers nach weiteren Unterstützern ihrer Idee und hofft, sich in Kürze das Ziel einer kleinen Produktionslinie ihrer medizinischen Funktionswäsche für Dialysepatienten erfüllen zu können.

 

Weitere Informationen zum Projekt sind auf Startnext unter „Medi-Tex Medizinische Funktionswäsche“ zu finden.

 

Quelle Text: Startnext, gruender.mv.de

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