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EU-Kommissarin Gabriel informiert sich über Digitalisierung in der Medizin

(Februar 2018) Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Digitale Wirtschaft und Soziales, besuchte mit Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner Brainlab, einen Anbieter softwaregestützter Medizintechnik. Sie informierte sich über die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesens, insbesondere über die Vernetzung verschiedener chirurgischen Disziplinen in und außerhalb des OPs.

Wie kann man Ärzten in Zukunft durch Digitalisierung Zugang zu Daten und Analyseergebnissen bieten, um konsistente und sichere Behandlungen zu ermöglichen?

Mariya Gabriel nutzte die Gelegenheit, einen Vorreiter in der Digitalisierung im Gesundheitswesen kennenzulernen. Ilse Aigner betonte: „Bayern ist ein Vorreiter der Digitalisierung, gerade auch im Bereich der Medizintechnik. Bayernweit gibt es zahlreiche Unternehmen, die hier Pionierarbeit leisten. Mit Bayern Digital tragen wir dazu bei, dass der Freistaat seine Technologieführerschaft weiter ausbauen kann. Brainlab ist ein positives Beispiel für innovative Anwendungen im Bereich der Digitalisierung.“

Auf der Tour durch die OP-Demoräume von Brainlab zeigte sich Frau Gabriel beeindruckt von der Integration der digitalen Anwendungen in klinische Abläufe und dem Innovationsgeist des Münchner Unternehmens. Angefangen bei der der OP-Planung durch interaktive und automatische Segmentierung der Patientenbilddaten über die intuitive Navigation während der OP oder dem Einsatz von Mixed-Reality Bildinformationen bei Mikroskop-gesteuerten Eingriffen bis zum Einsatz von Robotern im OP, hat das junge Unternehmen in all diesen Anwendungsfeldern bereits erfolgreich Produkte am Markt. Es sieht sich als Vorreiter in der Verarbeitung, Anreicherung und Interpretation von klinischen Daten.

In einem Projekt mit führenden Kliniken im Bereich der Neurochirurgie und Strahlentherapie in den USA ist es Brainlab gelungen, erstmals anatomische Bilddaten (CT, MR-Scans) in ein umfassendes Krebsregister zu integrieren und die Daten automatisiert zu analysieren.

„Der Besuch von Kommissarin Gabriel und Bayerns Wirtschaftsministerin Aigner ist eine hervorragende Gelegenheit für uns, um nochmal auf die Notwendigkeit konkreter politischer Anreize zur Sammlung und Zurverfügungstellung von medizinischen Daten aus dem Krankenhaus, hinzuweisen.“ sagte Stefan Vilsmeier, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Brainlab. „Wir würden uns wünschen, dass wir in der EU ähnliche Anreize wie in den USA schaffen, um Krankenhäuser und Ärzte zu unterstützen, die vielen klinisch relevanten Daten aufzubereiten und der wissenschaftlichen Community anonymisiert zur Verfügung zu stellen.“

Frau Gabriel bedankte sich für den sehr spannenden Besuch. Sie sprach davon, dass das Thema der automatisierten und elektronischen Datenerfassung im Gesundheitswesen höchste Priorität in Ihrem Team hat. Der sogenannte „Single Digital Market“ soll auch im Gesundheitswesen implementiert werden und umfasst neben dem freien und sicheren Zugang jedes EU-Bürgers zu seinen Gesundheitsdaten auch die Verbesserung der Infrastruktur im Bereich der Forschung und Entwicklung, ferner Anreize für die Weiterentwicklung im Bereich der „personalisierten Medizin“ sowie bessere Feedbackmöglichkeiten für Bürgern bzw. Patienten.

Quelle Text und Bild: Brainlab Corporate Services GmbH

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