Report: Gesundheitsorganisationen bleiben anfällig für Cyberattacken

(November 2020) Die Ergebnisse des aktuellen „Connected Medical Device Security Reports“ zeigen die aktuellen Entwicklungen im Bereich Cybersicherheit bei weltweiten Gesundheitsorganisationen. Krankenhäuser und Gesundheitsorganisationen ersetzen zwar kontinuierlich veraltete Betriebssysteme, es gibt in ihren Netzwerken jedoch immer noch handfeste Schwachstellen, die das Potenzial haben, katastrophale Schäden und zusätzliche Belastungen für kritische Versorgung zu verursachen.

Die Zahl der veralteten und bald nicht mehr unterstützten Versionen von Windows-Geräten, die in seiner Stichprobe von Netzwerken im Gesundheitswesen gefunden wurden, ist auf 32 Prozent zurückgegangen, wie die Ergebnisse zeigen. Im vergangenen Jahr lag diese Zahl bei 71 Prozent, was darauf hinweist, dass die Branche Schritte in die richtige Richtung unternimmt, um die aktuellen Cybersicherheits-Standards zu erfüllen. Der Prozentsatz der Geräte mit nicht unterstützten Betriebssystemen – einschließlich Windows XP und Windows Server 2003 – ist jedoch unverändert bei 0,4 Prozent geblieben. Auch wenn diese Zahl gering scheint, gehören diese Geräte tendenziell zu den kritischsten innerhalb von Gesundheitsorganisationen, was verdeutlicht, dass das von älteren Betriebssystemen ausgehende Risiko nach wie vor sehr ernst zu nehmen ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Netzwerksegmentierung innerhalb von Organisationen des Gesundheitswesens zunimmt. Es wurde ein starker Rückgang von Organisationen mit nur einem VLAN verzeichnet, während die Zahl der Organisationen mit mehr als 25 VLANs zunimmt.

„Wir konnten feststellen, dass sich Computer, Drucker und sogar persönliche Geräte wie Smartphones häufig im selben VLAN wie Patientenmonitore und Röntgengeräte befanden. Bei jedem VLAN mit mindestens einem Gerät für das Gesundheitswesen verfügten 60 % der Organisationen auch über nicht-medizinische Geräte im gleichen Segment. In 90 Prozent der VLANs konnten wir eine Mischung aus kritischen Geräten für das Gesundheitswesen und IT-Geräten feststellen. Dies zeigt, wie hoch der Bedarf ist, alle Geräte im Netz zu kennen und zu klassifizieren, um sie danach störungsfrei dem für das Gerät passende Segment zuzuweisen“, sagt Kristian von Mejer, Global Account Executive bei Forescout Technologies Inc.

Für den Bericht wurden detaillierte Informationen von mehr als 20.000 virtuellen lokalen Netzwerken (VLANs) und den 3,3 Millionen Geräten in der Forescout Device Cloud analysiert.

Quelle Text und Bild: Forescout